Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannis - Bayreuth

Der Kleine Katechismus Dr. Martin Luthers

Hinführung

Die neue Lehre der Reformatoren wurde immer wieder in großen öffentlichen Disputationen an den theologischen Fakultäten von den Fachleuten diskutiert. Doch das Gelingen der Reformation hing ganz entscheidend davon ab, ob es gelang, die neuen Erkenntnisse der weiteren öffentlichkeit verständlich zu vermitteln. Das geschah auf vielfältige Art, zum Beispiel durch die Verbreitung von gedruckten Flugblättern, oder in ersten Liedsammlungen und Gesangbüchern in deutscher Sprache, die nicht selten einzelne Lehrstücke in gedichteter Form darstellten. Bei Visitationen mußten Luther und seine Begleiter dennoch immer wieder feststellen, wie wenig Glaubenslehre die Pfarrer selbst oft kannten.

So entschloß sich Luther, für die Einübung des christlichen Glaubens einen Katechismus zu schreiben - eine Ausgabe in sehr ausführlicher Form (der "Große Katechismus") für die Pfarrer und Lehrer der Kirche, und eine Ausgabe in ganz schlichten Ausführungen (der "Kleine Katechismus") für die Hausväter und Familien. Diesem Zweck entsprechend waren die ersten Drucklegungen des Kleinen Katechismus als Plakate zum Aushang in Kirchen und Schulen gestaltet. Die Kernstücke des Glaubens - die 10 Gebote, das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser, die Taufe, das Abendmahl, die Beichte - diese "Hauptstücke" sind in knappen Darlegungen anhand wichtiger Bibelzitate als Fragen und Antworten formuliert. Die rhythmische Sprache der Stücke des Kleinen Katechismus trägt insbesondere zu ihrer Einprägsamkeit bei.

Der Kleine Katechismus Dr. Martin Luthers ist in der gemeinsamen Fassung von 1986 wiedergegeben, die von der Evangelischen Kirche der Union und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands festgelegt worden ist.

Entnommen aus dem Evangelischen Gesangbuch, Nr. 905

Diese Schrift Martin Luthers ist wie folgt gegliedert:



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